25.11.2014

Neue Studie zur kontaktfreien JetPeel Hydroporation

Prof. Dr. Uwe Paasch - Hautklinik der Universität Leipzig - veröffentlicht neue Studie in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift "Kosmetische Medizin"

Hintergrund: Die gezielte intra- und transepidermale Bereitstellung von Therapeutika ist von jeher zur topischen Therapie jedweder Erkrankung von hohem Interesse. Bisher wurden zahlreiche Konzepte entwickelt, unter denen die kontaktfreie Hydroporation bereits zur Hauterneuerung und ablativen Therapie eingesetzt wurde. Das theoretische Potential dieser Technik schließt die narbenfreie trans-epidermale Deposition von Substanzen, Arzneimitteln oder Molekülen bei der Verwendung neuer Applikatoren mit Strahldiametern von nur 120 μm ein. Allerdings fehlen systematische Studien zu Gewebepenetrationscharakteristika und -interaktionen. Ziel: Ziel der Studie war es (1), die Penetrationsfähigkeit von Epidermis und Dermis qualitativ und quantitativ zu erfassen (2) den Depositionseffekt von Fertiglösungen (NaCl, Vitamin A und C), viskösen Substanzen (Hyaluronsäure), kristalloiden Substanzen (Triamcinolon, 40 mg/ml), und Molekülen mit hohem und höherem Molekulargewicht wie Antikörper (IgG-FITC), PEG’s (FITC-PEG’s) und Zucker (Dextran-FITC) in der Dermis anhand eines Explantatmodels mit und ohne Vorbehandlung mittels zweier faktional ablativer Laser zu untersuchen. MATERIAL UND METHODEN: Hautexplantate wurden in-vitro mit gefärbter (Alcianblau) und ungefärbter 0,9 % NaCl für 10 s, 30 s und 1 min, Fertiglösungen von Vitamin A und C, Hyaluronsäure, Triamcinolonsuspension, Antikörpern, hetero-funktionalisiertem Polyethylenglycol und Dextran hydroporiert und mikroskopisch die Gewebeinteraktion erfasst. Der Einfluss fraktional ablativer Laser auf das Penetrationsverhalten hydroporierter Moleküle hohen Molekulargewichtes wurde mittels CO2- und Er:YAG-Laser ermittelt. ERGEBNISSE: Die Hydroporation niedermolekularer Substanzen konnte bis zu einer Tiefe von 1436 μm nachvollzogen werden. Hyaluronsäure niedriger Viskosität sowie kristalloide Suspensionen konnten ebenfalls nach Hydroporation mikroskopisch dermal visualisiert werden. Im Falle von Narbengewebe war die Deposition jedoch limitiert. Die Applikation hochmolekularer Substanzen war ebenso mit den verwendeten Handstücken möglich, jedoch die Penetrationskapazität ohne Vorbehandlung limitiert. Ein fraktional ablative Vorbehandlung führte zur Verbesserung der Penetrationsleistung.

ZUSAMMENFASSUNG: Die Hydroporation niedrigmolekularer und auch höhermolekularer Substanzen in die Haut kann reproduzierbar und effektiv mit flüssigen und niedrigviskösen Systemen erfolgen. Die Applikation hochmolekularer Substanzen ist per se limitiert kann jedoch mit einer fraktional ablativen Vorbehandlung verbessert werden.

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